Bin (k)einer von Gestern

Restaurant mit vielen Handybenutzern

Ich bin keiner von Gestern, gehöre ich doch auch zu denen, die am Handy kleben wie der Kaugummi am Gaumen. Telefonitis ist eine Krankheit, die (noch) nicht weh tut, aber einem rüüdig aufs Ohr gehen kann!

Handynutzer im Restaurant

In der Beiz sind alle Tische besetzt. Ringsum klingelts und musizierts. Klassisch oder jazzig. Ich werde hässig. Beobachte einen Gast, das Smartphone zwischen Ohr und hochgestelltem Achselknochen geklemmt. Schief ist die Kopflage, auch der Mundwinkel.

 

 

 

Handynutzer im Restaurant

Zwischen den Zähnen etwas vom Kalb, Nüdeli auf der Gabel. Der Gast kaut und telefoniert! Business Lunch? Wichtigtuerei, oder was??

 

 

 

Unsitte verdrängt Anstand und Rücksichtnahme

Früh geübt, was später andere stört

Eine verdammte Unsitte ist es. Störsendungen ignoranter Manager gegenüber genussfreudigen Mitmenschen. Eine Beleidigung für die Küche und den Service, deren anspruchsvolle Leistung unbeachtet bleibt. Schon als Kind habe ich gelernt, nicht mit vollem Mund zu sprechen. Aber eben, das war gestern. Es gäbe Lösungen: Gleich eingangs der Beiz einen Eiskübel hinzustellen, mit der Bitte, während des Essens die Gespräche auf Eis zu legen – oder eine „Natelrobe“ statt der „Garderobe“. wo man sein Handy während des Restaurantaufenthaltes deponieren kann.

Stilles Örtchen, das war einmal

Toilette in Restaurant

Szenenwechsel. Ich muss aufs Klo. Wenigstens da ist Ruhe. Denkste! „Salüüü“, tönts aus der Zelle nebenan. „Super, dass ich dich noch erreiche. Denk dran, ringsherum betonieren und gut mischen“. Dazwischen plumpst es in die Kloschüssel. „Und vor Ostern müsst ihr fertig sein, capito? Gut Osterhase und Gruß an deine Frau, Tschüüüss!“ Papiergeräusch und Wasserspülung.

 

Das stille Örtchen

Hosen rauf – Geschäft erledigt. Gleich zwei auf einen Streich. Wenn das nicht zeitgemäß, rationell, ökonomisch, ökologisch optimal ist? Ich weiss es selbst nicht mehr! Ich meinti, dass das Telefonieren in der Beiz während der Essenszeit verboten, Geschäft und Erholung, strikte getrennt werden sollten. Bin ich deswegen wieder zu „Einem von Gestern“ geworden?

 

Fotos: www.-pixelio.de

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