In einer ganz gewöhnlichen Küche lebte ein ganz gewöhnlicher Hackbraten. Er lag in seiner Auflaufform und hatte es satt, immer nur „Sonntagsessen“ zu sein. „Warum erinnert sich niemand an mich?“, murmelte er, während der Ofen langsam vorheizte. „Alle reden von Lasagne, Curry oder Pizza – aber Hackbraten? Nie.“
Als die Ofentür zufiel, beschloss er, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Er sog den Duft von Zwiebeln, Senf und Kräutern tief in sich auf und entwickelte eine goldbraune Kruste, die selbst die Ofenlampe zum Staunen brachte.
Als er serviert wurde, geschah das Unglaubliche:
Stille. Dann ein zufriedenes „Mmmh“. Dann ein „Wer hat denn das Rezept?“
Der Hackbraten lächelte innerlich. Er war kein langweiliges Essen mehr – er war eine Legende. Und irgendwo in der Küche wusste er: Selbst ein einfaches Gericht kann Grosses erreichen, wenn es mit Liebe gemacht wird.
Rezept 1: Klassischer Hackbraten (mit Fleisch)
Zutaten (4 Portionen):
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 1 Ei
- 2 altbackene Brötchen (oder 100 ml Semmelbrösel + Milch)
- 2 EL Senf
- 2 EL Ketchup
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Paprikapulver
- Etwas Öl für die Form
Zubereitung:
- Brötchen in Wasser oder Milch einweichen, ausdrücken.
- Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten.
- Zu einem Laib formen und in eine gefettete Auflaufform legen.
- Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 50–60 Minuten backen.
- Zwischendurch mit etwas Ketchup bestreichen für eine schöne Kruste.
Schmeckt hervorragend mit Kartoffelstock und grünen Bohnen
Rezept 2: Vegetarischer „Hackbraten“ mit Linsen und Haferflocken
Zutaten (4 Portionen):
- 200 g rote Linsen
- 80 g Haferflocken
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Karotte, geraspelt
- 2 Eier (oder vegane Alternative)
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer, Kräuter (Thymian oder Majoran)
- 1 EL Öl
Zubereitung:
- Linsen in Wasser ca. 10 Minuten weichkochen, abgiessen.
- Alle Zutaten gut vermengen, bis eine formbare Masse entsteht.
- In eine gefettete Form geben oder zu einem Laib formen.
- Bei 180 °C ca. 40–45 Minuten backen.
- Kurz abkühlen lassen, dann schneiden.
- Saftig, würzig und perfekt mit Joghurtdip oder Tomatensauce.
VEGAN
Grundmasse
- 200 g Sojagranulat (oder veganes Hackfleisch)
- 400 ml heiße Gemüsebrühe
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Öl
- 80 g Haferflocken oder Paniermehl
- 2 EL Tomatenmark
- 3 EL Sojasauce
- 1 EL Senf
- 1 EL Paprikapulver (edelsüß)
- 1 TL Majoran oder Thymian
- Salz & Pfeffer
- optional: 1 TL Rauchpaprika oder Liquid Smoke
Glasur (optional, sehr empfehlenswert)
- 3 EL Ketchup
- 1 EL Sojasauce
- 1 TL Ahornsirup oder Zucker
Zubereitung
- Sojagranulat vorbereiten: Mit heißer Gemüsebrühe übergießen, 10 Min. quellen lassen, dann gut ausdrücken.
- Anbraten: Zwiebel und Knoblauch im Öl glasig braten.
- Masse mischen: Sojagranulat, Zwiebeln, Haferflocken, Tomatenmark, Sojasauce, Senf und Gewürze gründlich vermengen. Abschmecken.
- Formen: Masse zu einem Laib formen oder in eine gefettete Kastenform drücken.
- Glasur: Zutaten verrühren und obenauf streichen.
- Backen: Bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 40–45 Minuten backen.
- Ruhen lassen: 10 Minuten abkühlen lassen, dann schneiden (wird fester!).
Tipps & Variationen
- Saftiger: 1–2 EL Leinsamen + 3 EL Wasser (Lein-Ei) unterheben.
- Gemüsig: Fein geriebene Karotte oder Champignons untermischen.
- Glutenfrei: Haferflocken statt Paniermehl.
Fotos Von Shutterstock und ChatGTP generierte KI Bilder
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